Dabei wurden im deutschen Raum zahllose Brücken zerstört, Tausende ertranken, ganze Dörfer wurden mitgerissen, und durch Äcker furchten sich metertiefe Schluchten. Jetzt zeigt eine neue internationale Studie im Fachmagazin Nature: Diese Flut war nur der traurige Höhepunkt einer ganzen Reihe von Hochwasser-Ereignissen. Das Forschungsteam hat nachgewiesen, dass Europa zwischen Ende 1341 und Ende 1343 von 16 großen Flutkatastrophen getroffen wurde.
Vulkanausbrüche und weniger Meereis
Dass es dazu kommen konnte, hat vermutlich mehrere Ursachen. Kurz zuvor waren auf der Erde mindestens sechs Vulkane ausgebrochen. Über mehrere Jahre gab es rund um den Nordpol weniger Meereis. Beides veränderte die Luftströmungen über Europa und begünstigte extreme, langanhaltende Regenfälle.
Einer der Forscher von der TU Wien sagt im ORF: Auch heute muss man damit rechnen, dass mehrere große Überschwemmungen knapp nacheinander auftreten können. Und: Man sollte für solche „Megaevents“ vorsorgen.
