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Auch wenn man tot ist, hat man nicht immer seine Ruhe.

Ein Forschungsteam berichtet in einem Fachjournal, dass es in Europa im frühen Mittelalter wohl immer mal wieder vorkam, dass die Gräber geöffnet wurden - um Grabbeigaben herauszuholen. Das konnten die Forschenden an mikroskopisch kleinen Spuren feststellen, die die Beigaben hinterlassen hatten. Zum Beispiel waren noch Metall-Flocken zu finden, aber nicht mehr das dazugehörige Schwert.

Die Forschenden sagen aber, dass es nicht darum ging, sich zu bereichern. Es waren nicht immer die wertvollsten Gegenstände aus dem Grab, die mitgenommen wurden. Die Forschenden vermuten, dass nur Gegenstände herausgeholt wurden, die persönlich mit den Toten zu tun hatten - zum Beispiel Schwerter oder Broschen. Möglicherweise dienten sie Angehörigen dazu, sich an die Toten zu erinnern.

Zu einem sehr kleinen Teil wurden die Gräber wohl auch geöffnet, um zu verhindern, dass Tote als Zombies zurückkehren. Dann hatte jemand zum Beispiel die Füße vom Leichnam abgetrennt.