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Ob die Neandertaler Badesachen getragen haben? Wahrscheinlich nicht.

Aber eine Studie der Uni Colorado in den USA kommt zu dem Ergebnis, dass einige Neandertaler im Mittelmeer nach Muschel-Schalen tauchten, um sie als Schneidewerkzeuge zu nutzen. Darauf deuten neue Untersuchungen von 170 Schalen aus der Neandertaler-Zeit hin, die 1949 in einer Höhle nahe eines Strands in Mittelitalien gefunden wurden. Die US-Forschenden entdeckten, dass fast drei Viertel der Muschel-Werkzeuge undurchsichtige und leicht abgeschliffene Außenseiten hatten.

Das Team geht davon aus, dass sie vom Strand stammen, wo sie im Laufe der Zeit vom Sand abgeschliffen wurden. Die restlichen Muscheln der gleichen Art hatten dagegen glänzende, glatte Außenseiten und waren minimal größer. Bei ihnen glaubt das Team, dass die Neandertaler sie lebend aus dem Meer geholt haben. Es vermutet, dass unsere Vorfahren zwei bis vier Meter tief tauchen konnten - ganz ohne technisches Equipment.

Eine frühere Studie hatte knöcherne Wucherungen an den Ohren einiger Neandertaler-Skelette festgestellt. Das gibt es auch heute noch bei Menschen, die öfter Wassersport machen, und wird "Schwimmerohr" genannt.