Wenn die Europäische Union mit CO2-Preisen das Klima schützt, wandert die emissionsintensive Industrie oft einfach in andere Länder ab.
Um das zu verhindern, hat die EU Anfang des Jahres einen Klimazoll auf Importe eingeführt. Eine Studie vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zeigt jetzt, wie dieses System die weltweite Klimapolitik stärken kann.
Über 70 Prozent mehr Emissionen gespart
Denn um den EU-Klimazoll zu umgehen, haben Handelspartner wie Kanada, Japan, Taiwan und Südkorea auch eine CO2-Bepreisung eingeführt. Durch diesen Mitzieheffekt werden global 73 Prozent mehr Emissionen eingespart als durch die EU-Klimapolitik allein.
Die Studienmacher gehen davon aus, dass andere Länder dem Beispiel folgen könnten - und den Effekt verstärken können.
Der EU-Klimazoll zeigt also, wie regionale Handelsregeln eine Kettenreaktion auslösen - und so den weltweiten Klimaschutz voranbringen können.
