In der Mode kommt ja alles wieder.

Und zwar gefühlt alle 20 Jahre. Das bestätigt jetzt auch eine Forscherin der Northwestern University in den USA mit ihrem Team. Sie hat rund 40.000 Bilder von Kleidung der letzten gut 150 Jahre ausgewertet, zum Beispiel Schnittmuster. Konkret ging es um bestimmte Maße wie die Saumlänge von Kleidern und Röcken. Über die Jahrzehnte waren die mal kurz, mal lang. Wenn ein Trend zu sehr verbreitet ist, wenden sich Designer und Designerinnen wieder davon ab - aber nicht zu sehr, sodass der aktuelle Schnitt noch tragbar ist. So entsteht ein Zyklus, der in etwa 20 Jahre dauert.

In den letzten Jahrzehnten ist es laut dem Forschungsteam aber weniger deutlich. Etwa seit den 1980ern ist Mode wohl vielseitiger geworden und es gibt zum Beispiel gleichzeitig lange, kurze und mittellange Kleider.

Das Team hat seine Ergebnisse auf einer Physik-Fachkonferenz vorgestellt. Es sagt, dass man mit dem mathematischen Modell nicht nur Mode-Zyklen erklären kann, sondern wie sich generell neue Ideen verbreiten.