Es gibt ziemlich viele Möwen - und das ist ein Problem. Denn sie verdrängen zum Beispiel andere Vögel.
Auch von der Mittelmeermöwe gibt es sehr viele Exemplare. Die profitieren so sehr vom Menschen als Nahrungsquelle, dass sie sogar ihren Lebenszyklus anpassen. Das sagen Forschende aus Spanien und den Niederlanden.
Das Forschungsteam hat 30 Möwen mit GPS-Geräten versehen und über ein Jahr lang beobachtet, wo sich die Vögel gerade befanden. Meistens waren die Möwen da, wo sie durch den Menschen Futter bekamen, auch wenn das gar nicht zu ihrem Brutverhalten passte. Laut den Forschenden sind die Mittelmeermöwen hochgradig abhängig vom Menschen als Nahrungsquelle. Weil Menschen den Möwen aber so viel Futter zur Verfügung stellen, etwa über Lebensmittelreste, vermehren sich die Tiere immer stärker. Damit es bald nicht mehr so viele Möwen gibt, müsste man es ihnen schwieriger machen, Futter zu finden. Die Forschenden schreiben, dass das auch eine länderübergreifende Aufgabe ist.
