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Die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch Feinstaubbelastung ist offenbar doppelt so hoch wie bisher angenommen.

Das steht in einer bisher unveröffentlichte Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz, über die das ARD-Magazin Monitor berichtet. Demnach sterben in Deutschland pro Jahr fast 120.000 Menschen vorzeitig durch Feinstaub - etwa genausoviele wie durchs Rauchen. Die Untersuchung stützt sich auf 40 internationale Studien aus 16 Ländern, deren Daten über Jahrzehnte erhoben wurden.

Massentierhaltung erzeugt viel Feinstaub

Ein Hauptverursacher der Feinstaubbelastung ist nach Aussage der Forscher die Massentierhaltung: Ammoniakgase aus Gülle verbinden sich in der Atmosphäre mit anderen Gasen und werden so zu Feinstaub. Um die Belastung zu reduzieren, hat sich Deutschland schon 2001 selbst verpflichtet, die Ammoniak-Emissionen ab 2010 unter einen Wert von 550.000 Tonnen zu begrenzen - zum Beispiel durch Filteranlagen in den Ställen und Abdeckungen auf Güllebecken. Tatsächlich liegt der Wert aber seit Jahren regelmäßig rund 20 Prozent darüber.