Kinder zu loben, ist wichtig: Es kann Entwicklung und Selbstvertrauen fördern.

Es kommt allerdings darauf an, wie und wofür gelobt wird. Eine Studie zeigt noch mal, dass falsches Lob nach hinten losgehen kann. Die Forschenden haben Tests mit Kindern zwischen fünf und sechs Jahren gemacht. Die wurden erst mal nach einer einfachen Aufgabe gelobt - zum Beispiel für ihre Schlauheit oder dafür, dass sie sich angestrengt haben. Manche wurden auch gar nicht gelobt.

Dann ging es in einen schwierigeren Test, unter Zeitdruck und mit einem rumliegenden Spickzettel. Es zeigte sich: Rund zwei Drittel der als "schlau" gelobten Kinder machten länger weiter als erlaubt oder nutzten die Möglichkeit zum Spicken - bei den anderen waren es deutlich weniger.

Die Forschungteam vermutet, dass es Kinder unter Druck setzt, für Intelligenz oder Begabung gelobt zu werden - weil sie glauben, weiterhin brillant sein zu müssen. Die Forschenden raten, besser für Anstrengung oder den Arbeitsprozess zu loben.