Die Insel Madeira gehört zu Portugal und ist bei Urlaubern wegen ihrer vielseitigen Landschaft und ihren schroffen Bergen beliebt.

Aber auf der Insel gibt's offenbar eine neue Art von Verschmutzung durch Plastikmüll. Forschende haben auf den Felsen entlang der Küste viele weiße oder blaue Flecken aus Kunststoff-Rückständen entdeckt. Sie sprechen von einer Plastikkruste und sagen, dass die sich in den letzten drei Jahren vergrößert hat. Untersuchungen haben demnach gezeigt, dass es sich um Polyethylen handelt, der weltweit am häufigsten verwendete Kunststoff.

Wie der Plastiküberzug entstanden ist, wurde noch nicht genauer untersucht. Die Forschenden vermuten, dass Salz aus dem Meer mit dem Polyethylen reagiert haben könnte. Wellen schleudern den klebrigen Stoff dann gegen die Felsen. Da könnte der Kunststoff von Tieren aufgenommen werden und so in die Nahrungskette gelangen.