Wer zusammenwohnt, teilt sich oft unbemerkt eine riesige Zahl an Bakterien im Mund und im Darm.

Das zeigt eine Studie von der Uni Trento in Italien. Die Forschenden stellten fest, dass Menschen, die zusammen wohnen, etwa ein Fünftel ihrer Darmbakterien und ein Viertel ihrer Mundbakterien gemeinsam haben. Bei Paaren sind es dort sogar 44 Prozent. Liegt wahrscheinlich daran, dass die sich ab und zu küssen.

Überraschend für das Team war, dass der Austausch der Bakteriengemeinschaft im Mund nicht viel höher ist als im Darm - obwohl ja Darmbakterien einen schwereren Weg haben. Entscheidend ist am Ende wohl, ob der Körper neue Mikroben überhaupt annimmt.

Wichtig sind solche Erkenntnisse übrigens, weil man damit mikrobiologische Behandlungen verbessern kann, zum Beispiel für Leute mit Darmerkrankungen.