Das möchten Musikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler rausfinden, indem sie Ludwig van Beethovens Flügel nachbauen. Bei dieser Klavier-Form auf drei Beinen lässt sich oben der Deckel schräg aufklappen, um den Schall austreten zu lassen. Zu Beethovens Lebzeiten hatte sich der Instrumentenbau schnell verändert. Vor seinem Tod im Jahr 1827 hatte der Komponist an einem ganz bestimmten Flügel des Klavierbauers Graf gespielt. Der steht heute noch im Beethoven-Haus in Bonn.
Weil dieses Instrument nicht mehr restauriert werden kann, baut eine Klavierwerkstatt in Belgien den Flügel nach. Dazu gibt's jetzt einen Zwischenstand: Die Fachleute konnten alte Röntgenaufnahmen nutzen und haben zusätzlich einen 3D-Scan gemacht. Daraus entsteht eine Zeichnung des Originalinstruments - aber nur mit ständigem Nachmessen per Lineal.
Beethovens letzter Flügel soll bis 2027 nachgebaut sein. Dann wird der 200. Todestag des Komponisten gefeiert. Der fertige, originalgetreue Flügel soll dann im Beethoven-Haus in Bonn ausgestellt und auch auf Konzerten bespielt werden.
