Im Takt klatschen, zusammen tanzen oder musizieren: Das geht, weil wir Menschen ein angeborenes Rhythmusgefühl haben.

Ein Zusammenspiel verschiedener Hirnschaltkreise macht das möglich. Die sind zuständig fürs Gehör, für Bewegung, Belohnung und für vorausschauendes Timing.

Unklar ist, ob nur wir Menschen Rhythmusgefühl haben oder auch Tiere. Zwei Forscher der Unis Budapest und Amsterdam haben jetzt noch mal systematisch Forschungsergebnisse dazu ausgewertet. Die Ergebnisse wurden in den Annals of the New York Academy of Science veröffentlicht.

Ergebnis: Vereinzelt haben auch Tiere schon gezeigt, dass sie sich im Takt bewegen können, zum Beispiel Makaken. Aber nicht so vorausschauend wie Menschen, und auch nicht synchron in einer Gruppe. Die Forscher vermuten, dass Primaten grundsätzlichen die gleichen Fähigkeiten haben. Beim Menschen könnte sich im Laufe der Evolution das Zusammenspiel der einzelnen Hirnfunktionen aber stärker entwickelt haben - zu einem echten Rhythmusgefühl.