Wer freut sich nicht, wenn im Video-Call auf einmal ein Katzennäschen auftaucht?

Eine Forscherin der Hochschule München hat in ihrer Dissertation untersucht, wie solche Alltagsmomente persönliche Nähe schaffen. Mitten in der Corona-Pandemie, von März 2021 bis Mai 2022, hat sie Meetings von zwei Teams ausgewertet. Sie schaute sich an, wer wann sprach, worauf die Leute reagierten und wie ihre Mimik und Gestik war.

Dabei kam raus: Momente, in denen es nicht um Arbeit geht und wo zum Beispiel die Katze oder das Kind im Hintergrund angesprochen wird, gibt es vor allem als Small Talk am Anfang oder Ende des Meetings, in kurzen Pausen, oder um eine unangenehme Situation zu entschärfen. Auffällig war der Forscherin zufolge, dass die Teilnehmenden Körperlichkeit ins Digitale übertrugen. Sie winkten einander oder den Haustieren zu oder beschrieben ihr körperliches Empfinden.

Die Forscherin sagt: Solche Alltagsmomente könnte man bewusst einsetzen, um Nähe und soziales Miteinander in digitalen Meetings zu fördern.