Wenn die Weltbevölkerung weiter wächst, könnte es in Zukunft noch mal schwieriger werden, sie zu ernähren.

Befürchtet wird, dass die Landwirtschaft an Grenzen stößt. Eine Ergänzung könnten Lebensmittel aus dem Labor werden. Geforscht wird daran unter anderem an der Uni Tübingen. Ein Biotechnologie-Team dort hat ein zweistufiges Verfahren entwickelt, um mit Hilfe von Hefe energiereiche Proteine herzustellen.

Dabei verwerten in einem ersten Schritt Bakterien Wasserstoff und CO2. Sie bilden daraus Acetat, das im zweiten Schritt an einen altbekannten Pilz verfüttert wird: die Backhefe. Sie kann das Acetat aufnehmen und wachsen. In ihrer Biomasse bildet die Hefe Proteine und Folsäure.

Laut Studie ist die angereicherte Hefe als möglicher Nährstofflieferant für den Menschen geeignet. Dass sie sich selbst von Acetat und nicht zum Beispiel von Zucker ernährt, könnte eine nachhaltigere Produktion möglich machen. Die Forschenden arbeiten u.a. noch daran, die Hefe zu reinigen und das Verfahren in größerem Maßstab zu testen.