Um afrikanische Savannen-Elefanten besser zu schützen, ist es offenbar wichtig, dass sie weite Wege zurücklegen können.

Ein Forschungsteam hat das Erbgut von rund 230 Elefanten aus 17 afrikanischen Ländern analysiert, zum Teil stammten die Proben aus den 1990ern. Das ergab: Bis vor kurzem sind Savannen-Elefanten hunderte von Kilometern weit gewandert. Dabei trafen verschiedene Herden aufeinander und zeugten Nachwuchs - das hielt den Genpool frisch und die Elefanten gesund.

Getrennte Schutzgebiete führen zu Inzucht

Aber inzwischen sind die verschiedenen Populationen voneinander abgeschnitten, denn ihre Wanderrouten sind durch Landwirtschaft, Straßen oder Städte durchbrochen. Dehalb gibt es immer öfter Inzucht. Und das führt laut den Forschenden zu schädlichen Gen-Mutationen und dazu, dass sich Savannen-Elefanten schlechter an Veränderungen in ihrer Umwelt anpassen können. Die Fachleute sagen: Das ist ein weiteres Problem für die ohnehin schon bedrohten Tiere, neben schrumpfenden Lebensräumen und Wilderern, die sie wegen Elfenbein jagen.

Das Forschungsteam hofft, dass seine Ergebnisse dabei helfen, sinnvollere Schutzgebiete festzulegen.