Weil es aber bisher keine verlässlichen Populationszahlen gibt, ruft die Deutsche Wildtierstiftung wieder zum Zählen auf. Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um zu bestimmen, wie es um die beiden Tierarten steht, sagt die Stiftung. In diesen Wochen wühlen Igel oberirdisch nach Insekten und fressen sich eine Speckschicht an - die brauchen sie für den Winterschlaf. Maulwürfe jagen dagegen unterirdisch nach Würmern. Sie machen keinen Winterschlaf und müssen auch in der kalten Jahreszeit fressen. Deswegen horten sie vor allem Regenwürmer - mit einem Trick. Laut der Stiftung machen die Maulwürfe die Würmer mit einem Biss in den Kopf bewegungsunfähig. Sie bleiben lebendig, können aber nicht fliehen - so können die Maulwürfe sie als Vorrat einlagern.
Die diesjährige Mitmachaktion geht bis zum 28. September - die Online-Meldeseite, Igelsuche.de, wird zum Wochenende freigeschaltet. Wer irgendwo einen Igel, einen Maulwurf, oder auch nur einen Maulwurfshügel entdeckt, kann das da melden. Es ist die vierte Zähl-Runde im Herbst. Das Citizen-Science-Projekt ist auf insgesamt mindestens zehn Jahre angelegt.
An dem Projekt "Deutschland sucht Igel und Maulwurf" sind auch der Naturschutzbund Deutschland, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung sowie die Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 beteiligt.
