Nach der schweren Flut in Nepal haben viele Menschen alles verloren: ihre Angehörigen, ihre Häuser und ihren Besitz. Doch viele haben noch eine andere Sorge. Sie haben Angst, dass auch ihre Kultur und ihre Traditionen verloren gehen.
Besonders betroffen ist die Region Rasuwa an der Grenze zu Tibet. Dort leben Gemeinschaften mit eigenen Bräuchen, Festen und Sprachen. Viele Dörfer wurden durch die Flut schwer zerstört. Viele Menschen mussten in die Hauptstadt nach Kathmandu gebracht werden und leben jetzt in Notunterkünften.
Schon vor der Katastrophe zogen viele junge Menschen in die Städte. Jetzt befürchten die Menschen, dass ihre Kultur noch schneller verschwindet. Bei der Sturzflut vor einer Woche wurden auch wichtige Erbstücke, Klöster und Orte für Feste zerstört. Mehr als 1.100 Menschen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Mehr als 4.000 werden noch vermisst.
