Der Grund: Die beiden äußersten Planeten unseres Sonnensystems sind möglicherweise gar nicht so aufgebaut, wie es im Schulbuch steht. Da zählen sie zu den Eisriesen. Die Theorie ist, dass diese Planeten hauptsächlich aus Wasserstoff, Ammoniak und Methan bestehen, und zwar in Form von Gas und Eis.
Diese Theorie greift ein Forschungsteam der Universität Kalifornien an - ihre Studie ist bisher ein Preprint, also noch nicht von anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern begutachtet. Das Team geht auf Basis von Simulationen davon aus, dass das Innere von Neptun und Uranus aus geschmolzenem Gestein besteht. Ihr Ansatz ist: Zwergplaneten noch weiter weg bestehen nach neueren Messungen auch aus Gestein. Warum sollte das bei Neptun und Uranus deshalb anders sein?
Zu beiden Planeten gibt es bisher vergleichsweise wenig Forschung. Die einzigen Messdaten vor Ort kommen von einer Voyager-Sonde, die dort vor knapp 40 Jahren vorbeigeflogen ist.
