Bei Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter. Das kann für starke Schmerzen während der Menstruation sorgen.

Manchen Betroffenen hilft eine OP, bei der das Gewebe von den Stellen entfernt wird, an die es nicht gehört. Manche haben die starken Schmerzen aber auch noch nach der OP.

Ein Forschungsteam von der Washington State University vermutet: Das liegt vielleicht daran, dass Endometriose-Schmerz sozusagen das Gehirn umbaut.

Nervensystem wird übermäßig sensibel

In Versuchen mit Mäusen zeigte sich: Bei Endometriose entstehen während der Menstruation im Gebärmuttergewebe Entzündungen. Dann senden Nerven Schmerzsignale ans Gehirn. Und weil die Menstruation regelmäßig wiederkommt, passiert das immer wieder. So wird das Nervensystem irgendwann dauerhaft übermäßig sensibel. Dann reagiert es bei der kleinsten Entzündung mit starken Schmerzsignalen.

Die Fachleute empfehlen: in Zukunft sollte man bei der Behandlung von Endometriose auch das Nervensystem mit einbeziehen.