Unsere Atmung und unser Gehirn hängen eng miteinander zusammen und manche Aufgaben klappen besser beim Einatmen, andere besser beim Ausatmen.

Dafür liefert die Studie eines Teams von der Northwestern University in Illinois einen weiteren Beleg. In einem Reaktionstest sollten 35 Testpersonen eine Taste drücken, wenn ein Quadrat auf einem Bildschirm die Farbe wechselte. Messungen der Reaktionszeiten zeigten: Beim Ausatmen drückten die Testpersonen im Schnitt 40 Millisekunden schneller auf die Taste als beim Einatmen. Das klingt nach nicht viel, kann laut den Forschenden aber darüber entscheiden, wer ein Wettrennen gewinnt. Deshalb könnte es vielleicht helfen, beim Startsignal auszuatmen.

Die Fachleute sagen: Die Phase des Ausatmens ist besonders gut für schnelle Reaktionen auf äußere Reize geeignet, Einatmen laut früheren Studien dagegen besser für komplexe Aufgaben - zum Beispiel beim Gegenüber Gefühle im Gesicht erkennen oder sich etwas räumlich vorstellen.