Oktopusse haben sehr bewegliche und sensible Arme: Sie können jeden Arm fast beliebig drehen und verbiegen, richtig schlangenförmig. Und sie können auch jeden Saugnapf einzeln bewegen - um Dinge zu ertasten und gleichzeitig zu erschmecken.
Das Team einer Studie im Fachjournal Nature Communications weiß jetzt mehr darüber, wie Oktopusse ihre Arme so steuern können.
Mehr Nervenzellen in den Armen als im Gehirn
Jeder Arm hat ein eigenes komplexes Nervensystem - in den acht Armen stecken zusammen mehr Nervenzellen als im Oktopusgehirn in seinem Kopf. Die Nerven verdicken sich bei jedem Saugnapf, der mit Tast-, Riech- und Schmeck-Zellen ausgerüstet ist. Und die Nervenstränge in den Armen sind in mehrere Abschnitte unterteilt - wie die Forschenden vermuten, macht das die Koordination von Bewegungen bei so langen Armen einfacher. Sie denken auch, dass sich das Nervensystem eine Art Karte mit all den Saugnäpfen aufbaut, um so die Umgebung um den Oktopus rum zu verstehen.