Wer denkt, die Atomzeituhr in Braunschweig wäre präzise, sollte mal in Singapur auf die Uhr schauen.
Forschenden der Uni Singapur ist es laut dem Fachmagazin Nature gelungen, die bisher genaueste Uhr der Welt zu bauen. Sie würde erst in 55 Milliarden Jahren um eine Sekunde abweichen. Zum Vergleich: Unser Universum ist nicht mal 14 Milliarden Jahre alt.
Die Genauigkeit kann Fortschritte in der Grundlagen-Physik bringen und bei vielen praktischen Anwendungen helfen, wie der Navigation von Satelliten oder einem schnelleren Internet.
Möglich macht's Lutetium. Ein Schwermetall, bei dem der taktgebende Laser in der Uhr schneller schwingen kann als in bisher verwendeten Metallen. Die Atomzeituhr in Braunschweig nutzt zum Beispiel Caesium, ein Leichtmetall. Sie geht in einigen Millionen Jahren mal um höchstens eine Sekunde falsch.
