Bei den meisten nimmt der schlimmste Schmerz mit der Zeit ab und der Alltag geht weiter. Manche bleiben jedoch richtig stecken in der Trauer.
Psychologiefachleute schätzen, dass rund 5 Prozent der Trauernden auch ein halbes Jahr nach dem Verlust noch genauso leidet wie am Anfang. Ein Neurowissenschaftsteam wollte wissen, was dabei im Gehirn von Betroffenen passiert. Es hat die Studienlage durchforstet und fasst in der Zeitschrift Trends in Neurosciences zusammen:
Bei den Trauernden wurden in Hirnscans immer wieder Veränderungen in den Belohnungszentren des Gehirns festgestellt - ähnlich wie bei Menschen mit Depressionen oder einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Unklar ist aber, ob die Veränderungen im Gehirn zu der anhaltenden Trauer führten oder umgekehrt die Folge davon sind.
Anhaltende Trauer ist erst seit einigen Jahren als eigenständige Belastungsstörung medizinisch anerkannt. Forschende wollen herausfinden, was sie genau ausmacht.
