Schon seit Jahren wird daran geforscht, ob psychedelische Drogen wie Magic Mushrooms oder Ecstasy bei psychischen Krankheiten helfen können.

Bei der Substanz MDMA - der Wirkstoff in Ecstasy - wurden schon Hinweise gefunden, dass sie bei posttraumatischen Belastungsstörungen helfen könnte. In Neuseeland hat die Arzneimittelbehörde (Medsafe) jetzt autorisierten Psychiatern erlaubt, MDMA in dem Bereich zu verschreiben. Damit folgt Neuseeland Australien - das war vor drei Jahren das erste Land weltweit, das die Verschreibung von bestimmten Psychedelika zugelassen hat.

Zur MDMA-Therapie von posttraumatischen Belastungsstörungen sagt das neuseeländische Gesundheitsministerium, dass die Substanz in Kombination mit einer Psychotherapie eingesetzt werden soll. Das geht erst ab 18 Jahren, die Patienten dürfen die Droge nicht mit nach Hause nehmen - sondern sollen sie unter Aufsicht von Psychiatern einnehmen.

Geringere Traumafolgen bei MDMA-Konsum

PTBS ist eine psychische Störung, die manche Menschen nach traumatischen Erfahrungen oder Bedrohungen entwickeln - wie z.B. nach Kampfeinsätzen beim Militär oder bei einem sexuellen Übergriff. Es gibt aber auch Bedenken am medizinischen Einsatz von MDMA. 2023 hieß es, dass erste Studien-Ergebnisse zwar vielversprechend seien, aber viele Fragen zu Wirksamkeit und Sicherheit seien noch ungeklärt.

2024 war in Israel eine Studie zu Besuchern des Nova-Musikfestivals im Oktober 2023 veröffentlicht worden. Sie hatten zum Zeitpunkt des brutalen Angriffs der terroristischen Palästinenserorganisation Hamas MDMA als Partydroge eingenommen. Laut Studie fielen bei ihnen die Auswirkungen des Traumas durch den tödlichen Angriff geringer aus als bei Festival-Besuchern, die zum Zeitpunkt des Angriffs kein MDMA im Körper hatten.