Der neuseeländische Kākāpō ist ein ungewöhnlicher Papagei. Der nachtaktive Vogel kann nicht fliegen, und er riecht intensiv, aber gut - irgendwie süß bis nussig.

Der neuseeländische Kākāpō ist ein ungewöhnlicher Papagei. Der nachtaktive Vogel kann nicht fliegen, und er riecht intensiv, aber gut - irgendwie süß bis nussig.

Beides hat ihn ganz schön in Gefahr gebracht: Durch die Ankunft der Europäer und das Einschleppen von Raubtieren ist er fast ausgestorben - vor 30 Jahren gab es nur noch 51 Kākāpōs. Heute sind es immerhin wieder 247. Und trotz der kleinen Anzahl hält sich noch eine weitere Besonderheit hartnäckig: Kākāpōs gibt es in zwei Farbvarianten - grün und oliv-gelblich. Das Team einer Studie im Fachjournal Plos Biology wollte wissen, warum. Es hat Genanalysen bei fast allen Kākāpōs gemacht und die unterschiedlichen Reflexionseigenschaften von Federn in den beiden Farben untersucht.

Die Erklärung des Teams: Vermutlich entwickelte sich die zweite Farb-Variante, um Adler zu verwirren, die bis vor 600 Jahren noch Jagd auf die Kākāpōs machten. Auch als die Adler ausstarben, blieben beide Farben erhalten. Es wäre wohl für die neuseeländischen Papageien auch nicht schlimm, wenn sich in Zukunft eine einzige Gefiederfarbe durchsetzen würde.