Fünf Finger hat der Mensch an der Hand - doch was so selbstverständlich klingt, ist es gar nicht. Es gibt Ausnahmen.
Es gibt Menschen, die mit sechs Fingern oder Zehen zur Welt kommen, und im alten Amerika wurden sie offenbar sogar besonders verehrt.
Das haben Anthropologen aus dem US-Bundesstaat New Mexiko herausgefunden. Sie haben Skelette in Ruinen untersucht und festgestellt, dass Menschen mit sechs Fingern besonders üppig bestattet wurden. Der größte Held war wahrscheinlich ein Mann, der zusätzlich noch einen sechsten Zeh hatte. Um Hand- und Fußgelenk trug er tausende Türkis-Perlen.
Unter den insgesamt 96 Toten fanden sich drei mit zusätzlichen Zehen. Das klingt vielleicht nicht viel, sind aber deutlich mehr als der Durchschnitt der heutigen indigenen US-Bevölkerung. Da kommen nur 2,4 von 1000 Kindern mit zusätzlichen Fingern oder Zehen auf die Welt. In der Fachsprache heißt dieses Phänomen übrigens Polydaktylie.
