Wenn Menschen einen Arm oder ein Bein verlieren, sind Prothesen die Rettung für den Alltag.

Doch oft sind die nicht für Menschen aus dem Globalen Süden gemacht. Das wurde einem Mann aus Nigeria schmerzlich klar, als er seine Finger verlor. Er hat der Zeitung The Guardian erzählt: Die verfügbaren Arm-Prothesen passten weder in der Hautfarbe noch in der Körperform zu ihm - was seine psychische Lage nach dem Unfall noch verschlechterte. Deswegen tat er sich mit seinem Bruder zusammen, der im Bereich Special Effects für Film und Theater arbeitete. Zusammen haben sie ein Unternehmen aufgebaut, das Prothesen "für Afrika" produziert. Die werden genau auf die Körpermaße und Hautfarbe der Kundschaft angepasst, und Details wie Falten oder Adern lassen alles noch echter aussehen. Die Prothesen sind auch nicht so teuer wie Modelle aus dem Westen - aber trotzdem noch immer unerschwinglich für viele Menschen in Nigeria und anderswo. Deswegen verteilen die Brüder sie teilweise gratis, und versuchen es mit Fundraising bei Regierungen und NGOs.