Wenn sich Tiere oder Pflanzen in Gebieten ausbreiten, wo sie gar nicht heimisch sind, spricht man von invasiven Arten.

Forschende haben sich solche invasiven Tiere in Seen und Flüssen angeschaut - und zwar große, ab einem Gewicht von 30 Kilo. Das Team u.a. des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerbiologie und Binnenfischerei geht von weltweit rund 90 invasiven Süßwasserarten aus.

Anders als kleinere Tiere, die unbemerkt eingeschleppt werden, werden große fremde Arten absichtlich ausgesetzt - zum Beispiel um mehr fischen zu können. Trotzdem sagen die Forschenden: Jede zweite dieser Arten sorgt am Ende für Probleme. Als Beispiel nennt das Team Nilbarsche, die in den 1960ern im Victoriasee in Ostafrika ausgesetzt wurden - eigentlich, um die Fischerei zu unterstützen. Stattdessen haben die Barsche viele heimische Fische weggefressen.

Das Forschungsteam kritisiert, dass oft zu kurzfristig gedacht wird, und fordert, dass solche Maßnahmen besser überwacht werden.