Der Klimawandel sorgt für weniger Meereis in der Arktis. Handelsschiffe könnten dadurch zwischen Asien und Europa Zeit und Treibstoff sparen. Denn die sogenannte Nordost-Passage ist deutlich kürzer als Routen durch den Indischen Ozean.
Das interessiert neben Russland und China auch Südkorea. Von dort ist jetzt ein Containerschiff für eine kommerzielle Testfahrt durch die Arktis gestartet. Nach Angaben des Ozeanministeriums soll es mit Chemieprodukten und Gebrauchtwagen europäische Häfen anlaufen.
Südkoreas Regierung will auf dem Weg durch die Nordostpassage Daten sammeln, zu Fahrtdauer, Treibstoffverbrauch und Betriebskosten. Ziel ist, die Route durch die Arktis langfristig zu etablieren.
Umweltschützer warnen allerdings vor den Folgen des zunehmenden Schiffsverkehrs im Nordpolarmeer, besonders vor der Störung der empfindlichen Ökosysteme.
