Diese Frage treibt unter anderem Forschende der Unis Braunschweig und Hannover um - speziell für Bereiche an der Nordsee. Ihre Hoffnung setzen sie dabei in die Pazifische Auster. Diese Muschelart ist hier nicht heimisch. Sie hat laut den Forschenden aber inzwischen die Miesmuschelbänke in der Nordsee fast völlig verdrängt und Riffe gebildet. Und die könnten dabei helfen, die Küsten zu schützen - quasi als natürliche Wellenbrecher.
Die Forschenden haben sich die Wachstumsraten der Riffe angeguckt und sagen: Mit einem mittleren Wachstum von bis zu 20 Millimetern pro Jahr könnte sie dem erwarteten Anstieg des Meeresspiegels standhalten. Das hänge aber von den Witterungsbedingungen und der Zahl der Pazifischen Austern ab.
Laut den Forschenden ist die Nordsee anfällig für Sturmfluten. Der steigende Meeresspiegel erhöhe das Risiko von Überschwemmungen und Erosion an der Küste. Die Forschenden sagen, dass die Ergebnisse ihrer Untersuchungen helfen könnten, besser zu verstehen, wie sich die Riffe angesichts von Meeresspiegelanstieg und Klimawandel verhalten. Gerade auch mit Blick auf einen natürlichen Küstenschutz.