Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall - und deshalb gibt's heute auch strenge Regeln, wie es eingesetzt werden darf.

Früher war Quecksilber lange in Thermometern drin und in Glühlampen. Obwohl das inzwischen verboten ist, findet sich das gifte Schwermetall immer noch in der Nordsee. Das hat eine Umweltchemikerin auf dem Meeresumwelt-Symposium in Hamburg gesagt. Die Forscherin vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erklärt, dass Quecksilber die küstennahe Nordsee belastet - vor allem bei Flussmündungen. Da findet sich der giftige Stoff auf dem Meeresboden.

Es kommt immer noch neues Quecksilber dazu

Laut der Chemikerin heftet sich Quecksilber an Bodenablagerungen und baut sich kaum ab. Und obwohl sich durch Ebbe und Flut viel bewegt in der Nordesee, ist Quecksilber sehr unbeweglich. Zusätzlich wird wohl immer noch Quecksilber über Flüsse ins Meer geschwemmt und gelangt über die Luft dorthin. Das liegt laut der Forscherin vor allem an Abgasen von Kohlekraftwerken.

Um den Quecksilber-Eintrag in die Meere zu reduzieren, wurde 2013 ein internationales Abkommen geschlossen: die Minamata-Konvention. Auch das Ospar-Abkommen soll die Nordsee schützen.