Seit Jahrtausenden arbeiten Winzer und Obstbauern mit der Technik des Pflanzenpfropfens.

Ein Trieb oder Spross von einer Pflanze wird dabei in eine andere Pflanze gesteckt, die schon fest im Boden verankert ist. So kann man später, wenn sie zusammengewachsen sind, die Vorteile beider Gewächse nutzen. Die eine Sorte wird geerntet, die andere ist z.B. besonders resistent gegen Schädlinge.

Was man bisher nicht so genau wusste: Wodurch genau die Pflanzen zusammenwachsen. Das haben jetzt Forschende aus Japan herausgefunden. Sie haben in Tabakpflanzen ein Enzym bestimmt, das wie ein Zellklebstoff wirkt. 84 verschiedene Arten haben sie versucht mit der Tabakpflanze zu verbinden. In 73 Fällen davon war es erfolgreich. Die Tabakpflanze ließ sich sogar als Verbindungsstück nutzen zwischen einer robusten Gartenblume, die in der Erde steckte, und einer Tomatenpflanze. Nach etwa drei Monaten trug die Tomatenplanze eine kleine Frucht. Die Forschenden hoffen, dass in Zukunft so ganz neue Kombinationen beim Obst- und Gemüseanbau möglich sind.