Dazu hat ein Forschungsduo aus den USA Langzeitdaten gesucht. Aber bisher gibt's wenig, schreiben die Forschenden im Fachmagazin Nature Cities. Deshalb haben sie Social-Media-Posts durchsucht: auf X und Google-Bewertungen - und zwar bezogen auf die U-Bahnen von London, Boston und New York. Die ausgewerteten Online-Kommentare erstreckten sich über den Zeitraum von 2008 bis 2024. Und darin fanden sich mehr als 22.000 Hitze-Beschwerden zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten. Die haben die Forschenden abgeglichen mit den jeweiligen Temperaturen.
Dabei zeigte sich: Über der Temperatur von 10 Grad Celsius stiegen in allen drei Städten die Hitze-Beschwerden mit jedem zusätzlichen Grad deutlich an: um zehn bis 27 Prozent. Die Forschenden betonen, dass Hitze von oben ja quasi in die Erde sickert und dort unten gespeichert wird. Dadurch kann es in U-Bahnen extrem heiß werden: Zum Beispiel wurden in der Londoner Tube schon 47 Grad gemessen.
