Um herauszufinden, wie gut es einer Gesellschaft geht, können sich Forschende verschiedene Aspekte genauer ansehen:

Zum Beispiel das Pro-Kopf-Einkommen oder das Gesundheitssystem. Im Journal of International Development wird jetzt ein neues Modell beschrieben: die domestic transition, auf deutsch etwa: Übergang zum Haushalt. Es geht darum, wo Haushaltsgeräte wie Fernseher, Kühlschrank, Waschmaschine und Co. schon Standard sind und welche Faktoren das begünstigt haben. Nach Meinung der Wissenschaftler eignet sich die Herangehensweise vor allem, um die Entwicklung von Schwellenländern zu analysieren - also Staaten, die noch im Übergang sind zu einem Industrieland.

Die Wissenschaftler argumentieren, dass elektronische Haushaltsgeräte in wohlhabenden Ländern inzwischen selbstverständlich sind. Dabei waren sie vor gar nicht allzu langer Zeit, in den 1960er Jahren, noch Luxus. Für ihre Analyse haben sich die Forscher angeschaut, wie dieser Übergang - vom Luxusgut zum Standard - in 88 Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen aussieht. Während China und Mexiko den "Übergang zum Haushalt" schon weitgehend abgeschlossen haben, fängt die Entwicklung in ländlichen Gegenden in Subsahara-Afrika gerade erst an. Aus den Daten geht laut den Forschern außerdem hervor, dass der Übergang in Städten schneller vorangeht und auch das Bildungsinveau und das Einkommen Einfluss haben auf das Tempo beim Übergang.