In Frankreich könnten Billig-Klamotten bald teurer werden.
Ab 1. September gelten neue Regeln, die den Verkauf von Fast-Fashion einschränken sollen. Plattformen, die zu viele Produkte so billig anbieten, dass sich eine Reparatur nicht lohnt, müssen dann Strafen zahlen - und könnten die auf die Preise draufschlagen. Für eine Jacke bis zu zwölf Euro, für eine Unterhose 50 Cent und für ein T-Shirt zwei Euro. Bis 2030 sollen die Strafzahlungen weiter steigen.
Die Regeln sind so formuliert, dass sie vor allem asiatische Onlinehändler wie Shein oder Temu treffen, aber nicht Ketten wie Zara, H&M oder Uniqlo, die zwar auch billige Kleidung anbieten, aber in Frankreich Arbeitsplätze bieten und Steuern zahlen.
Werbung für Fast Fashion ist in Frankreich verboten
Seit Anfang Juli ist in Frankreich auch Werbung für Fast Fashion verboten. Stattdessen müssen Anbieter an ihren Kleidungsstücken Schildchen mit dem Hinweis anbringen, dass sich Kaufzurückhaltung, Wiederverwendung und Reparatur lohnen.
In Frankreich kommen auf jeden Einwohner im Schnitt 48 neue Kleidungsstücke pro Jahr. Gleichzeitig werden nach offiziellen Angaben jährlich 600.000 Tonnen Textilien weggeworfen.
