Die französische Bahn SNCF hat vor kurzem eine neue Premiumklasse eingeführt - und ist deshalb stark in die Kritik geraten: Dort dürfen nämlich keine Kinder unter zwölf rein.

In sozialen Netzwerken regen sich viele darüber auf und auch aus der Politik gab es Reaktionen, etwa dass Kinder "kein Problem sind, das zu lösen ist".

Die Bahn versucht, den Imageschaden zu begrenzen und sagt, dass das neue Komfortangebot speziell für Geschäftsreisende ist, dass es nur acht Prozent aller Plätze betrifft - und das auch nur werktags. Außerdem seien in einer früheren Klasse für Geschäftsreisende auch keine Kindertickets angeboten worden.

Zusätzlich hat sie auf der Webseite die Beschreibung des Angebots geändert. Statt "Kinder verboten" steht dort jetzt, dass die Abteile erst ab zwölf zugänglich sind. Und dass jüngere Kinder selbstverständlich in den übrigen Abteilen willkommen sind.

Die Deutsche Bahn war letztes Jahr in die Kritik geraten, weil sie die Familienreservierung abgeschafft und Reservierungen für Eltern mit Kindern dadurch erheblich verteuert hat.