Die Spermien der Fruchtfliege sind fast so lang wie ihr gesamter Körper. Trotzdem schwimmen sie im Fruchtfliegenkörper nicht chaotisch durcheinander, sondern sie bilden geordnete Strukturen, die an strömende Wellen erinnern.

Im Fachmagazin Nature Physics haben Forschende untersucht, wie die Fruchtfliegen-Spermien mit ihren extrem langen Schwänzen es schaffen, sich nicht ineinander zu verheddern. Dafür haben sie ein mathematisches Modell entwickelt und ihre Bewegung nachgestellt. Heraus kam: Die Fruchtfliegen-Spermien bewegen sich nicht so fort wie die von Menschen, die in der Samenflüssigkeit Wellen erzeugen.

Die Fruchtfliegenspermien sind so dicht gepackt, dass die Samenflüssigkeit keine große Rolle spielt. Jedes Spermium stößt sich von seinen Nachbarn ab und alle zusammen erzeugen so eine kollektive Strömung. Eine Studienautorin formuliert es so: Im Grunde schwimmt jedes Spermium durch einen Tunnel aus anderen Spermien.