Die Störfelder bringen die Orientierung der Fledermäuse durcheinander. Das wirkt sich laut einer Studie im Fachmagazin Science auch auf das Verhalten der Tiere aus. Ein Team unter anderem von der Universität Oldenburg hat die Fledermäuse schwachem Elektrosmog ausgesetzt, so wie er zum Beispiel durch Haushaltsgeräte oder Radioantennen entsteht.
Die Tiere beobachteten dabei gerade den Sonnenuntergang, weil sie die Sonne zur Orientierung nutzen, quasi um ihren inneren Kompass einzustellen. Einige Stunden später wurden sie freigelassen. Dabei zeigte sich, dass die Tiere in zufällige Richtungen starteten, und nicht gezielt in eine. Das machten nur Fledermäuse, die keinen Elektrosmog erlebt hatten.
Das Team kritisiert, dass Grenzwerte für Elektrostrahlung bisher nur Menschen schützen sollen. Auswirkungen auf die Tierwelt sollten auch berücksichtigt werden.
