Der Ornithologe Christof Herman von der Beringungszentrale Hiddensee geht davon aus, dass dadurch dieses Jahr weniger Tiere im Ostseeraum sein werden. Denn einerseits sind viele Tiere während der Kälte abgewandert, andere sind aber auch verendet. Und zwar, weil sie wegen Eis auf der Ostsee keinen Fisch mehr fangen konnten.
Situation wie nach hartem Winter 2010
Der Fachmann sagt, die Situation ist ähnlich wie nach dem kalten Winter 2010. Damals war der Kormoran-Brutbestand in Mecklenburg-Vorpommern um ein Viertel eingebrochen. Denn die Kälte-Erfahrung beeinflusste auch das Zugverhalten der Tiere.
Der Ornithologe erwartet deshalb, dass im nächsten Winter deutlich weniger Tiere im Norden überwintern - und viele wieder weiter in den Süden ziehen.
Eine Erholung des Kormoran-Bestands an der Ostsee sei erst in drei bis fünf Jahren zu erwarten.
