Kegelrobben sind in Deutschland per Gesetz streng geschützt.

Deshalb gucken Behörden genau hin, wenn an den Küsten tote Tiere gefunden werden. Das ist in den letzten Wochen häufiger passiert - an der Ostsee in Rügen. Jetzt gibt es erste Obduktionsergebnisse. Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund hat mitgeteilt, dass es Hinweise darauf gibt, dass die Kegelrobben ertrunken sind. Drei Tiere wurden untersucht: Sie hätten Wasser in den Lungen gehabt. Sonst waren die Kegelrobben aber gesund und auch gut ernährt. Die Fachleute sagen: Möglich ist, dass sich die Kegelrobben in Reusen, also Fangnetzen, verfangen haben. Das Meeresmuseum hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Seit Anfang des Monats waren in Rügen mehr als 20 tote Kegelrobben gefunden worden. Kegelrobben sind die größten einheimischen Raubtiere. Sie wurden durch Jagd und Umweltzerstörung fast ausgerottet. In den vergangenen Jahrzehnten stieg ihre Zahl aber wieder - durch Schutzmaßnahmen. In der Ostsee leben nach Angaben des Nabu inzwischen rund 30.000 Tiere.