Wenn Eismassen gegeneinander drücken, dann kann's gefährlich werden - das hat vor 300 Jahren auch die Besatzung zweier Schiffe in der Ostsee erfahren.

Damals hat mächtiger Eisgang die beiden schwedischen Kriegsschiffe einfach zerdrückt. Und deren Überreste sind jetzt zufällig auf dem Meeresgrund zwischen Rügen und Usedom entdeckt worden. Dort wollte sich eigentlich ein internationales Tauch-Team nur den Zustand von anderen, bekannten Schiffswracks anschauen. Die wurden absichtlich 1712 im Nordischen Krieg versenkt, als Unterwasser-Barriere.

Dabei fanden die Archäologen dann die Überreste der im Jahr 1714 zerdrückten Kriegsschiffe. Laut dem Mecklenburger Landesamt für Kultur und Denkmalpflege liegen die Überreste auf dem Meeresgrund verteilt über eine Länge von etwa 200 Metern. Masten, Ruder und Segel seien gut erhalten. Weil keine menschlichen Knochen gefunden wurden, konnten sich die Besatzungen vermutlich retten.

Jetzt wollen die Forschenden die Unterwasserfundstelle erhalten, was aber schwierig ist, nahe der Küste - mit Strömung, Wellengang und Erosion.