Der Botenstoff Oxytocin beeinflusst unter anderem das Verhalten zwischen Mutter und Kind und zwischen Partnern - deshalb wird es auch Kuschelhormon genannt.

Aber jetzt liefert eine neue Studie weitere Hinweise darauf, dass Oxytocin auch eine Art Wettbewerbshormon sein könnte. Das schreiben Forschende im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B. Sie haben sich Menschen in Bolivien angeschaut, die gegeneinander Fußball gespielt haben. Das waren Männer-Teams und Frauen-Teams. Bei allen haben die Forschenden vor und nach den Spielen Urinproben genommen.

Da kam raus, dass bei Männern nach dem Wettkampf der Oxytocin-Spiegel höher war - vor allem bei Spielen gegen bekannte Rivalen. Das deutet laut den Forschenden darauf hin, dass Oxytocin bei Männern das Verhalten in Konkurrenzsituationen koordiniert.

Frühere Studien hatten schon vermutet, dass Oxytocin auch defensives Verhalten gegenüber anderen hervorbringen kann.

Bei den Frauen-Teams ließen sich zwar keine höheren Oxytocin-Werte feststellen. Das könnten allerdings auch daran liegen, dass sie schon höhere Ausgangswerte hatten, zum Beispiel weil sie Kinder stillten - oder daran, dass Fußball für sie sozial weniger wichtig war als für Männer.