Auch in den Weltmeeren finden sich Spuren von Antibiotikaresistenzen.

Das ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, das in Italien auf einer Ozean-Konferenz vorgestellt wurde.

Wenn Bakterien und Pilze restistent werden gegen Antibiotika, dann reagieren sie nicht mehr auf Medikamente. Daran sterben jedes Jahr mehr als eine Million Menschen, sagt die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Weltweite Proben

Für die aktuelle Studie haben die Forschenden weltweit Proben von Meerwasser genommen. Darin fanden sie oft Gene, die zusammenhängen mit Antibiotikarestistenz - auch in abgelegenen Gewässern.

Besonders hoch war die Konzentration in der Nähe stark befahrener Schifffahrtsrouten und dicht bewohnter Küstenregionen, zum Beispiel im Mittelmeer und am Atlantik. Aber auch in der Arktis waren Antibiotikaresistenzen in den Meerwasserproben.

Ozeane speichern Schadstoffe

Sie werden offenbar mit anderen Schadstoffen vom Land ins Meer gespült und dort weit verteilt. Die Ozeane wirken wie eine Art weltweiter Speicher für solche Verunreinigungen, sagen die Forschenden. Was das konkret für uns Menschen bedeutet, muss noch untersucht werden.