Die Ozeane sind voll von Plastik, an vielen Stellen treiben große Teppiche aus schwimmendem Müll.

Den wieder rauszuholen, dabei könnten in Zukunft Aufklärungsflüge und Satelliten helfen. Denn Forscher der Uni Oldenburg haben gezeigt, dass sich der Müll auch aus großer Ferne erkennen und genau bestimmen lässt. Sie werteten Fotos und Infrarot-Daten aus, die von zwei Aufklärungsflügen des Projekts The Ocean Cleanup stammen, einer Säuberungsaktion eines Niederländers, die vor kurzem im Pazifik gestartet ist.

Software könnte Plastikmüll automatisch erkennen

Im Magazin Environmental Science and Technology berichtet das Team, dass es genau feststellen konnte, um welche Art von Plastik es sich handelte. Über Infrarot gab es auch keine Verwechslungen mehr mit Algen, Wellen oder einfachen Lichtreflektionen. In ihrem Papier schreiben sie, dass auf der Grundlage ihrer Arbeit eine Software entwickelt werden könnte, die Plastikmüll eines Tages automatisch erkennt. Ein Problem bleibt dann aber immer noch das viele Plastik, das unter der Wasseroberfläche schwimmt.

Toter Wal hat 115 Plastikbecher im Magen

Wie groß das Problem ist, zeigt ein Wal, der tot in Indonesien angespült wurde. In seinem Magen fanden sich unter anderem  115 Plastikbecher und zwei Flip-Flop-Sandalen. Insgesamt wog der Müll fast sechs Kilogramm, darunter waren auch Plastikflaschen, Tüten und anderes. Laut dem Leiter des Nationalparks der Insel Wakatobi wurde der tote, knapp zehn Meter lange Pottwal gestern Abend entdeckt. 

Im Juni hatte es in Thailand einen ähnlichen Fall gegeben, ein Wal hatte 80 Tüten im Magen. Er wurde lebend gefunden, konnte aber nicht mehr gerettet werden.