Schon ein extremes Wetter-Ereignis kann Ökosysteme für lange Zeit verändern.

Vor 22 Jahren gab es eine außergewöhnliche Hitzewelle im Nordatlantik und die Folgen sind im Meer heute noch nachweisbar. Das schreiben Forschende unter Leitung des Thünen-Instituts für Seefischerei in Bremerhaven im Fachblatt Science Advances.

Demnach hatten die Rekordtemperaturen 2003 Auswirkungen auf viele Arten: Bestimmte Einzeller breiteten sich aus. Der Kabeljau zog weiter nach Norden, weil sich dort das Eis zurückzog. Ein für das Nahrungsnetz wichtiger Fisch, die Lodde, leidet seitdem. Sie ist von Island nach Grönland gezogen - ist an das Leben dort aber nicht angepasst. So gibt es zum Beispiel Probleme bei der Vermehrung. Das hat wiederum auch Folgen für bestimmte Wale, die sich von Lodden ernähren.

Die Forschenden schreiben: In Zukunft könnte es aufgrund des Klimawandels häufiger extreme Wetter-Ereignisse geben. Die könnten das Leben im Ozean plötzlich, aber langanhaltend verändern.