Stellt euch vor, ihr legt den Finger auf die Landkarte, zum Beispiel auf Berlin, und dann reist ihr 320 Millionen Jahre in der Zeit zurück.

Damals lag der Ort, an dem heute Berlin ist, noch am Äquator. Das liegt daran, dass sich im Laufe der Erdgeschichte geografisch einiges verändert hat. Dazu haben Forschende jetzt ein interaktives Tool entwickelt, mit dem alle gucken können, wo die Lage heutiger Orte vor Jahrmillionen war. Darüber berichtet das Team im Fachmagazin Plos One.

Für uns ist das eine nette Spielerei. Für Forschende ist sowas wichtig, weil sie damit Fossilienfunde besser einordnen und auch das Klima und andere Umweltbedingungen am Fundort besser einschätzen können. Zum Beispiel bestimmt die geografische Breite, aus welchem Winkel die Sonne auf einen Ort strahlt. Deshalb lässt sich aus der früheren Lage eines Ortes ablesen, ob dort mal ein tropisches oder arktisches Klima geherrscht hat.

Zu finden ist das Tool unter paleolatitude.org.