Wer öfter im Wald spazieren ist, hat vielleicht schonmal unliebsame Bekanntschaft gemacht mit der Hirschlausfliege.

Deren Spitzname "fliegende Zecke" ist Programm: Die Hirschlausfliege sucht sich einen Wirt und ernährt sich von dessen Blut. Menschen sind dabei Zufallsoper - eigentlich sucht der Parasit Hirsche.

Fliege verzichtet auf Flügel

Im Fachmagazin The Company of Biologists kann man jetzt nachlesen, welche "Opfer" Hirschlausfliegen für ihren Lifestyle bringen. Einmal am Wirt gelandet, legen sie demnach dauerhaft ihre Flügel ab - und verlieren an Sehkraft.

Das haben die Forschenden festgestellt, indem sie sich die zuständigen Gene bei einer Hirschlausfliege mit Wirt angesehen haben - im Vergleich zu einer ohne.

Energiespar-Modus

Die Forschenden vermuten, dass die Fliege damit Energie spart, die sie an anderer Stelle für ihr Leben als Parasit braucht. Wie Stechfliegen ihre Sinne nutzen, könnte in Zukunft helfen, Menschen besser vor ihnen zu schützen.