In Paris wurden zuletzt mehrere Mitarbeitende an Schulen suspendiert, die Kinder nach dem Unterricht betreuen - wegen des Verdachts sexueller Übergriffe.

Der Pariser Stadtrat hat deshalb einen Aktionsplan vorgelegt. Im Fokus steht, dass Betreuerinnen und Betreuer besser ausgebildet werden. Als Grundproblem sehen Fachleute nämlich die fehlende Qualifizierung. Auch wer keinen Schulabschluss hat, kann den Job machen, wird aber oft schlecht bezahlt und arbeitet meist befristet. Ab September soll es zumindest eine Grundausbildung über zwei Tage geben. Zu wenig, finden Kritiker. Außerdem sollen Eltern besser informiert werden, an wen sie sich bei Verdachtsfällen wenden können. Viele Betroffene sagen, dass ihre Warnhinweise nicht ernst genommen wurden. In manchen Fällen wurden Beschuldigte wohl einfach an eine andere Schule versetzt.

In Paris haben Betreuerinnen und Betreuer heute parallel zur Sitzung des Stadtrats für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert.