Ravioli, Tortellini, Maultaschen, Wantans - gefüllte Nudeln gibt es viele und Forschende haben jetzt die Verwandtschaftsverhältnisse der Nudeltaschen entschlüsselt.

Allein in Italien gibt es 28 verschiedene Arten von gefüllten Nudeln. Sie unterscheiden sich in ihrer Form und Größe, aber auch im Teig: Mal ist Ei drin, die einen sind mit Weichweizengrieß - bei den anderen ist es Hartweizen. Und dann gibts ja noch vielfältige Füllungen.

Um die Verwandschaftsgerade der gefüllten Nudeln zu klären, haben die Forschenden Methoden der Biologie genutzt, mit denen sonst evolutionäre Stammbäume von Tier- und Pflanzenarten entschlüsselt werden. Ihren eigenen Stammbaum haben sie dann in der Fachzeitschrift Discover Food veröffentlicht.

Ergebnis: Es gibt drei Große Gruppen: Die internationalen Nudeln mit zum Beispiel Gyoza, Manti und Momos. Und dann zwei große italienische Nudelfamilien: Die Ravioli-Ähnlichen, die sind immer flach. Und die Tortellini-Ähnlichen, die haben 3D-Formen. Übrigens kommen fast alle gefüllten italienischen Nudeln aus Norditalien.

Eine Ausnahme gibt es auf Sardinien. Die Culurgiones lassen sich in keine der beiden italienischen Gruppen einordnen. Am ähnlichsten sind sie jüdischen Kreplach und asiatischen Nudeltaschen. Deutsche Maultaschen sind übrigens den polnischen Pierogi am ähnlichsten.