Vor einigen Jahren wurden im Marianengraben, wo der Pazifische Ozean besonders tief ist, mysteriöse Laute aufgezeichnet - jetzt ist klar, woher sie kommen.
Erst ein tiefes Brummen, dann ein hohes metallisches Geräusch - das klang ein bisschen nach Science-Fiction-Film, wenn Aliens miteinander kommunizieren. Aber ein Forschungsteam hat nun bei Expeditionen die Verantwortlichen gefunden: Es sind keine Außerirdischen, sondern Wale - Brydewale. Die waren nämlich immer in der Nähe, wenn Messgeräte mal wieder diese Sounds aufgenommen haben. Brydewale können bis zu 14 Meter lang werden und fallen durch ihre langen Kehlfalten auf, mit denen sie Futter erbeuten.
Die Forschenden schreiben in ihrer Studie, dass gerade der hohe metallische Sound für diese Wale eher untypisch ist und vorher noch nie aufgezeichnet worden war. Sie vermuten, dass die Brydewale im Marianengraben quasi einen lokalen Dialekt entwickelt haben. Diese Wale bleiben nämlich oft lange Zeit in einer Region und bilden dann bestimmte Rufe aus, um untereinander zu kommunizieren - und in diesem Fall haben sie wohl diesen ungewöhnlichen Alien-Sound entwickelt.